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Tagesbericht Drive-E-Akademie Tag 1

Montag, 9. März 2015

Mobilität heute und morgen

Der Montag der DRIVE-E-Akademie stand in einem interessanten Spannungsverhältnis: Während die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich den ganzen Tag über in Vorträgen und Gruppenarbeiten mit der Mobilität von morgen beschäftigten, wurde der Abend transporttechnisch gesehen eher historisch und traditionell.

Ganz zu Anfang stand nach der Ankunft im Fraunhofer IISB die Begrüßung durch Prof. Dr. Marion Merklein, Dekanin der Technischen Fakultät der FAU und den Gastgeber aus dem Fraunhofer-Institut, Prof. Dr. Lothar Frey. Um halb zehn ging die Veranstaltungswoche mit dem ersten inhaltlichen Vortrag dann in die heiße Phase. Prof. Dr. Martin März vom Fraunhofer IISB gab mit seiner Präsentation „Mobilität von morgen – Herausforderungen, Fakten, Perspektiven“ erste Denkanstöße, Dr. Christina Hilgers vom VDI Technologiezentrum warf mit „DRIVE-E mitgestalten“ einen Blick in die Zukunft des DRIVE-E-Programms. Anregungen und Ideen der Teilnehmer waren ausdrücklich erwünscht.

Junge Leute im Gespräch

Die Teilnehmer nutzen jede Kaffepause zum Austausch (Foto: DRIVE-E 2015)

Nach der Mittagspause, die die Studierenden, wie zuvor schon die Kaffeepausen für einen intensiven fachlichen Austausch nutzten, gab Lisa Braun, DRIVE-E-Teilnehmerin 2013 und Gewinnerin eines DRIVE-E-Studienpreises 2014, Einblick in ihre Erfahrungen in der Nachwuchsakademie und ihre Promotion bei der Siemens AG. Sie berichtete, wie ihr die bei DRIVE-E geknüpften fachlichen Kontakte in ihrer Promotion weiter helfen.

Auch Johannes Brodführer, ein Teilnehmer der ersten DRIVE-E-Akademie 2010, ist das DRIVE-E-Alumninetzwerk ein besonderes Anliegen. Seit 2010 bleibt er mit jeder neuen DRIVE-E-Generation in Kontakt und stellt so eine Verbindung zwischen den Teilnehmern verschiedener Jahrgänge her. Aufgrund dessen konnten bereits mehrere jüngere Teilnehmer von Alumni ins Berufsleben eingeführt werden.

Florian Hilpert, der 2011 an der Akademie teilnahm, 2012 den Studienpreis gewann und aktuell am IISB promoviert, berichtete spannende Details über seine Erfahrungen als Teilprojektleiter in einem europäischen Forschungsprojekt zum Thema Antriebstechnologie bei Nutzfahrzeugen. Sebastian Schellenberg von der FAU Erlangen-Nürnberg beschloss mit seinem Beitrag zur simulationsbasierten Analyse und Optimierung elektrifizierter Fahrzeugflotten das Vortragsprogramm am Montag

Junge Leute in einem Vortragsraum.

Fachvorträge können auch unterhaltsam sein (Foto: DRIVE-E 2015).

Gewappnet mit dieser geballten Ladung fachlichen Inputs ging es für die zehn Teilnehmerinnen und 42 Teilnehmer in der ersten Teamarbeit der Akademiewoche um eine kreative Konstruktionsaufgabe. Ein rohes Ei – stellvertretend für eine ebenso zerbrechliche Brennstoffzelle – sollte von den in zehn kleine Gruppen aufgeteilten Teilnehmern so verpackt werden, dass es bei einem Wurf aus dem dritten Stock nicht zerbricht.

Wer den Fall aus dem 1. Stock unbeschadet überstanden hat, darf zwei Etagen höher erneut an den Start gehen (Quelle: DRIVE-E 2015).

Einmalig durften die Gruppen aus einer Auswahl verschiedener Materialien vier wählen, um das Ei zu verpacken. Die Teams hatten offensichtlich viel Spaß und alle waren mit Feuereifer dabei. Beim Praxistest im Treppenhaus des IISB wurde es spannend. Welche Gruppe hatte die beste Verpackung konstruiert? Das Ergebnis: Von allen Eiern gingen nur zwei kaputt!

Junge Männer, die in einem Treppenhaus nach oben schauen.

Gespannt beobachten die Teammitglieder, was die Konkurrenz macht (Foto: DRIVE-E 2015).

Zum Ausklang des Abends durften die Studierenden dann in Nürnberg bei einer Fahrt mit der historischen Straßenbahn und einer Museumsführung im historischen Straßenbahndepot St. Peter ganz entspannt in die Vergangenheit der Mobilität reisen. Beeindruckend, noch einmal so hautnah zu erleben, welche Entwicklung kluge Köpfe in der Mobilitätsforschung in den letzten Jahren angestoßen haben! Um die gesammelten Eindrücke des ersten Akademietages verarbeiten zu können, gab es für die fleißigen Nachwuchswissenschaftler dann ein fränkisches Abendessen in der Nürnberger Altstadt. 

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