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Tagesbericht Drive-E-Akademie Tag 2

Dienstag, 10. März 2015

Neue Fahrzeugkonzepte und elektrische Antriebe

Visionäre Leichtfahrzeuge, Blick hinter die Kulissen bei Schaeffler, auf die Tube drücken beim Fahrevent

Auch der zweite Tag der DRIVE-E-Akademie 2015 startete im Fraunhofer IISB. Zu Gast dort: Dr. Stefan Riederer von der BMW AG.

Vorlesungsraum mit jungen Leuten und einem Vortragenden - Blick in Richtung Tafel

Beim spannenden Vortrag von Dr. Stefan Riederer von BMW war die Begeisterung für die Elektromobilität auf beiden Seiten spürbar. (Foto: DRIVE-E 2015)

Der Experte stellte das im BMBF-Forschungsprojekt VisioM entstandene Elektro-Leichtfahrzeug, die Konzept-Highlights und den Projektstatus vor. Der packende Vortrag verfehlte seine Wirkung nicht. Der Funke der Begeisterung für die Elektromobilität sprang über und in der anschließenden Diskussionsrunde scharten sich die Teilnehmer um Herrn Dr. Riederer, der gerne für Fragen zur Verfügung stand. Er war eigens für das Fahrevent am Nachmittag mit einem BMW i3 aus München angereist.

Nach einer kurzen Bustour passierte der DRIVE-E-Tross dann schon um viertel nach zehn das Ortsschild von Herzogenaurach – aber nicht etwa auf dem Weg zu den Dasslers, sondern zum Empfang im Stammsitz von Schaeffler Technologies. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Ausdehnung des Firmengeländes – ganz zu schweigen von den sportlichen Höhenunterschieden.

Junge Leute folgen einem Vortrag in einem Schulungsraum - Blick auf die Präsentation

Dr. Raphael Fischer, Leiter Produktgruppe Radnabenantriebe bei Schaeffler, ging in seinem Vortrag auch kurz auf die Historie bedeutender Erfindungen und Innovationen ein. (Foto: DRIVE-E 2015)

Im Anschluß einer kurzen Einführung durch Frau Rita Rohmfeld begrüßte Dr. Raphael Fischer die neugierigen Besucher beim Automobil- und Industriezulieferer sehr herzlich und führte sie direkt und sehr anschaulich in die aktuelle Entwicklungsarbeit des voll integrierten Radnabenantriebs ein und erläuterte die Vorteile dieses Konzepts. Beim anschließenden Mittagessen in der Werkskantine konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus einem reichhaltigen Angebot an Speisen wählen. Dr. Raphael Fischer stand auch während des Mittagessens bereitwillig für zahlreiche Fragen zur Verfügung.

Gruppe von junge Leuten während eines Vortrags - im Vordergrund zwei Frauen im Gespräch

Die Studierenden bekamen bei Schaeffler viel Input für fachliche Diskussionen. (Quelle: DRIVE-E 2015)

Frisch gestärkt ging es zum nächsten Vortrag von Dr. Alfred Pecher, Leiter Akustik bei Schaeffler. Dieser erläuterte die Theorie der Luft- und Körperschallanalyse. In einer anschließenden Führung durch die  Versuchshallen im Competence Center Acoustics konnten sich die Teilnehmer mit eigenen Augen und Ohren davon überzeugen, wie es bei Schaeffler nicht nur störenden Kugellagergeräuschen mit High-Tech an den Kragen geht.

In einem mit schallschluckenden Wänden ausgestatteten Akustikraum stehen Studierende in einer Runde und betrachten eine Messapparatur im Vordergrund. Ein Experte erläutert die Funktion des Aufbaus. Foto: Kurt Fuchs

Die Akademieteilnehmer erhielten bei Schaeffler einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Competence Center Acoustics. (Foto: DRIVE-E 2015/Kurt Fuchs)

Die anschließende Werksführung  war ein echtes Highlight und erfüllte manchen Studierenden mit Ehrfurcht, denn hier werden die Wälzlager hergestellt, für die Schaeffler weltweit bekannt ist. Manch einer betrachtete leicht hypnotisiert die gewaltigen Produktionsmaschinen, die im Sekundentakt fertige Bauteile hervorbringen. Bei Schaeffler werden die Werksführungen von einem Team ehemaliger Mitarbeiter organisiert, die wunderbar aus dem Nähkästchen plaudern und scheinbar alles über die zahlreichen Bauteile, Prozesse und die Geschichte ihres Unternehmens wissen.

Ein Mann erläutert einer Gruppe junger Männern ein Exponat.

Auch im Ruhestand noch voll aktiv: Ehemalige Schaeffler-Mitarbeiter führten die neugierigen Besucher durch das Werksgelände und konnten einige Highlights aus der Firmengeschichte zum Besten geben. (Foto: DRIVE-E 2015)

Von Herzogenaurach ging es mit dem Bus nach Schlüsselfeld. Und dort durften die DRIVE-E-ler im ADAC Fahrsicherheitszentrum Nordbayern auf zwölfeinhalb Hektar selbst Gas geben – natürlich elektrisch! Mit Porsche Cayenne S E-Hybrid, BMW i3, Opel Ampera, Renault Zoe, Toyota Prius, einem prototypischen Citroen-AX-Umbau, Ford Fiesta (mit Radnabenantrieb aus dem Hause Schaeffler) und einem Citroen C-Zero ging es an den Start. Die begeisterten DRIVE-E-Teilnehmer durften alle Fahrzeuge auf zwei unterschiedlichen Strecken mit aufgestellten Slalom-Parcours auf Herz und Nieren prüfen. Dies taten sie ausgiebig. Volle drei Stunden testeten die Teilnehmer mit großem Spaß die verschiedenen Elektro- und Hybridvarianten.

Drive E Akademie 2015, ADAC Fahrsicherheitszentrum Fahrevent mit verschiedenen Elektrofahrzeugen, am 10.03.2015 in Schluesselfeld Foto: Kurt Fuchs / Günter Meier

Wind und Wetter konnten die Begeisterung der Teilnehmer nicht bremsen: Auf der Teststrecke des ADAC-Sicherheitszentrums wurden die E-Fahrzeuge drei Stunden lang auf Herz und Nieren geprüft – und sie haben den Test mit Bravour bestanden. (Foto: DRIVE-E 2015 / Kurt Fuchs)

Nach diesem rasanten Tagesabschluss ging es für die Elektromobilitätserprobten wieder zurück nach Erlangen. Dort durften sie die erste Hälfte der DRIVE-E-Akademie 2015 am freien Abend ganz nach eigenem Gusto ausklingen lassen.

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