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Tagesbericht Drive-E-Akademie Tag 3

Mittwoch, 11. März 2015

Elektrische Antriebe und Leistungselektronik

ABL SURSUM und ein elektrischer Aston Martin

Unter dem Tagesmotto „Elektrische Antriebe und Leistungselektronik“ starteten die Teilnehmer am dritten Tag der DRIVE-E-Akademie um acht Uhr mit dem Bus Richtung Lauf an der Pegnitz zu ABL SURSUM.
Die Firma ABL startete ihre Erfolgsgeschichte mit der Erfindung des Schuko-Steckers durch Albert Büttner im Jahr 1923, wohingegen sich SURSUM durch die Erfindung der automatischen Sicherung etablierte. Seit dem Zusammenschluss konzentriert sich ABL SURSUM auf die vier Geschäftsbereiche Sichern, Verbinden, Systeme und E-Mobility.

Der Geschäftsführer, Dr. Stefan Schlutius, persönlich und sein Team aus Vertriebs-, Produktions-, Marketing- und Entwicklungsleiter begrüßten die Besucher herzlich. Entwicklungsleiter Udo Pech stellte Firma und Produktpalette vor.

Drei Männer stehen vor einer Präsentationsleinwand; im Vordergrund die Zuhörer

Der Geschäftsführer von ABL SURSUM, Dr. Stefan Schlutius kümmerte sich persönlich um die DRIVE-E-Teilnehmer. (Foto: DRIVE-E-2015)

Es folgte nach kurzer Kaffeepause eine zweistündige Werksführung, in der die DRIVE-E-Teilnehmer die Fertigung und die Montage der elektrischen Tankstellen ganz genau nachvollziehen konnten. Als ungeplantes Highlight lud der Geschäftsführer die glücklichen Teilnehmer spontan zu einer kurzen Rundfahrt im Audi A3 E-Tron über das Firmengelände ein – selbstverständlich an der firmeneigenen Ladestation aufgeladen. Die Teilnehmer konnten sich kaum losreißen. Doch bald ging es zurück ans Fraunhofer IISB.

Mann zeigt erklärend auf ein Schaubild an der Wand, neben ihm ein Zuhörer

Dr. Frank Grünig vom Fraunhofer IISB erläutert im Testzentrum für Elektrofahrzeuge Aspekte der Elektromagnetischen Verträglichkeit, kurz EMV, für die Elektromobilität. (Foto: DRIVE-E-2015)

Dort leitete Wolfgang Schön von der ZF Friedrichshafen AG den Theorieteil mit seinem Vortrag zur Leistungselektronik bei ZF und der Systemintegration im elektrischen Antrieb ein und präsentierte anschließend einige Exponate. Nach dem Mittagessen referierte Dr. Thoralf Knote vom Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI über das Konzept schnellladefähiger Batteriebusse am Beispiel des EDDA-Busses, der in Dresden inzwischen planmäßig auf Linie 61 der Dresdner Verkehrsbetriebe unterwegs ist.

Weißer Elektro-Smart wird aufgeladen.

Die Mitarbeiter am IISB können selbstverständlich ihre Elektrofahrzeuge an einer der rund 20 institutseigenen Ladesäule aufladen. (Foto: DRIVE-E-2015)

Einblick in die Fahrzeug- und Leistungselektronik gaben dann die Vertreter des Fraunhofer IISB selbst. Zunächst berichtete Dr. Bernd Eckardt über die Visionen für die Leistungselektronik im Bereich der Elektromobilität und gab einen Überblick über aktuelle Forschungsprojekte am IISB. Bei der Laborführung im Forschungsbereich des IISB konnten die Teilnehmer dann sehen, wie die Optimierung und Anpassung der Leistungselektronik für E-Fahrzeuge in der Praxis aussieht und welche Methoden dabei angewandt werden. Nicht nur die EMV-Prüfhalle und der Rollenprüfstand, sondern auch diverse Elektroumbauten wie ein Artega oder ein von einem Studententeam umgebauter Citroen erregten dabei größtes Interesse der DRIVE-E-ler.

Raum mit Neonröhren an der Decke: Mann links neben weißem Fahrzeug rechts davon eine Gruppe junger Leute die zuhören.

Florian Hilpert, ehemaliger DRIVE-E-Teilnehmer und heute Promotionsstudent am IISB, erläutert die Forschungsarbeiten am institutseigenen Rollenprüfstand. (Foto: DRIVE-E-2015/Kurt Fuchs)

Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Der ehemaliger DRIVE-E-Teilnehmer Christian Appel, heute bei der Bosch Engineering GmbH angestellt, reiste mit einem Aston Martin DB9 an – natürlich hybrid! Er demonstrierte, wie die Elektrifizierung eines Sportwagens funktionieren kann und erntete nicht nur für seinen Vortrag sondern vor allem für das Fahrzeug wahre Begeisterungsstürme. Nach dem Fahrevent gestern und der außerplanmäßigen Spritztour am Morgen, durften die Teilnehmer zu ihrem großen Bedauern den Aston Martin allerdings nicht fahren.

Weißer PKW vor Gebäude  umringt von jungen Leuten

Der Aston Martin DB9 Hybrid erhält die volle Aufmerksamkeit der Teilnehmer. (Foto: DRIVE-E-2015/Kurt Fuchs)

Anschließend erklärten vier Experten des Unternehmens anhand von Exponaten aktuelle Trends in der Zellen- und Batterieforschung sowie bei der Leistungselektronik und der elektrischen Maschine. Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer beim Abendessen im direkten Gespräch mit den Vertretern von Bosch und ZF über die Zukunft und die Möglichkeiten der Elektromobilität austauschen.

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